Beitrag 3 - Corona Pandemie - COVID-19

Coronavirus – das sollten Sie wissen

 

 

 

Wie wird das Coronavirus übertragen und wie kann ich mich schützen?

 

Die Ansteckung geschieht über Tröpfchen- und Schmierinfektion, das heißt, dass Sie sich über den Kontakt mit infiziertem Speichel, Sekret und anderen Körperflüssigkeiten infizieren können. Wenn Sie beispielsweise direkt angeatmet, angeniest oder angehustet werden und Tröpfchen des kontaminierten Sekrets in Ihre Augen, Mund- oder Nasenschleimhäute geraten, können Sie sich anstecken.

 

Achten Sie daher darauf, mindestens zwei Meter Abstand zu Ihren Mitmenschen zu halten. Sehen Sie von Händedruck und Umarmungen ab. Die Zahl der Infizierten in Deutschland steigt kontinuierlich, weshalb die Bundesregierung dringende Empfehlungen ausgesprochen und die Bayerische Landesregierung ab Samstag, den 21.03.2020 eine Ausgangssperre verhängt hat. Reduzieren Sie Ihre sozialen Kontakte auf ein Minimum, bleiben Sie telefonisch, per eMail oder per Videotelefonie mit Freunden und Verwandten in Verbindung. Verlassen Sie Ihr Zuhause nur in dringenden Fällen und halten immer den Sicherheitsabstand zu anderen Personen ein.

 

 

 

Es ist auch möglich, dass Sie über Gegenstände mit infiziertem Sekret in Berührung kommen. Je nach Material kann der Erreger noch Stunden bis Tage nach der Kontamination auf Oberflächen nachgewiesen werden – auch wenn die Anzahl der infektiösen Viren auf diesen Oberflächen mit der Zeit wegen Eintrocknung abnimmt. Waschen Sie sich grundsätzlich die Hände, bevor Sie Nahrungsmittel anfassen oder zubereiten und vermeiden Sie, sich ins Gesicht zu fassen. Damit verhindern Sie, dass Sie den Erreger über Ihre Hände in die Schleimhäute von Mund, Nase oder Auge einführen. Die Seife bricht die Fetthülle auf, die das Virus umschließt, und macht es damit unwirksam. Daher ist es notwendig, Ihre Hände zwanzig bis dreißig Sekunden lang einzuseifen und gründlich abzuspülen. Reinigen Sie Ihre Handinnenfläche, den Handrücken, die Fingerzwischenräume, Fingerspitzen und Daumen. Pflegen Sie Ihre Hände mit einer Feuchtigkeitscreme, um zu verhindern, dass Ihre Haut trocken wird und Mikrorisse entstehen.

 

 

 

Wie gefährlich ist eine Erkrankung?

 

Je nach Konstitution der Patient*innen kann die Erkrankung unbemerkt bis dramatisch verlaufen: viele Infizierte bleiben symptomfrei, einige erleben leichte bis schwere Verläufe und wenige Erkrankungen enden tödlich. Vor allem vulnerable Gruppen, also Patient*innen, die aufgrund ihres höheren Alters oder ihrer Vorerkrankungen besonders anfällig sind, sollten alle Vorsichtsmaßnahmen einhalten, um eine Erkrankung zu vermeiden. Dazu zählen Menschen, die unter Diabetes, Immunschwäche, Herz- und Lungenerkrankungen leiden ebenso wie jene, die Immunsuppressiva einnehmen.

 

Es handelt sich um einen noch unbekannten Erreger und somit stehen noch nicht genügend Erfahrungswerte und Forschungsresultate zur Verfügung, um verlässliche Aussagen zu treffen. Die Mortalitätsrate hängt stark vom Alter und dem Allgemeinzustand der Infizierten ab. Auch bei jungen Menschen konnten mitunter schwere Verläufe beobachtet werden.

 

Bitte nehmen Sie auf ältere Menschen und Angehörige der Risikogruppe Rücksicht. Übernehmen Sie Besorgungen, aber vermeiden Sie unbedingt einen direkten Kontakt, um Betroffene nicht zu gefährden.

 

 

 

Welche Symptome treten bei einer Infektion auf?

 

Die Symptome ähneln einer gewöhnlichen Grippe: Fieber, Halsschmerzen, Atembeschwerden, trockener Husten, Muskel- und Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, später auch Schnupfen. Das weitaus häufigste Symptom, das bei 88% der bislang registrierten Fälle auftritt, ist Fieber. Manche Patient*innen sind auch weitgehend symptomfrei. Da die Krankheitszeichen relativ unspezifisch sind, kann eine eindeutige Diagnose nur über einen spezifischen Corona-Test gestellt werden. Dabei wird ein Abstrich aus dem Mund-, Nasen- oder Rachenraum der Patient*in entnommen, um mit einem molekularen Test das Erbgut des Virus nachzuweisen. Bis das Testergebnis vorliegt, können aufgrund der hohen Nachfrage zwei bis vier Tage vergehen.

 

 

 

Was sollte ich tun, wenn ich Symptome habe?

 

Bewahren Sie Ruhe und machen Sie sich bewusst, dass es sich bei Ihren Symptomen auch um einen harmlosen grippalen Infekt handeln kann. Gehen Sie nicht in die Notaufnahme, sondern rufen Sie Ihren Hausarzt an, schildern ihm Ihre Beschwerden und weisen auf einen möglichen Zusammenhang mit dem Coronavirus hin. Dies gilt insbesondere, wenn Sie in Risikogebiete verreist waren oder Kontakt zu Reisenden aus diesen Gebieten hatten. Hierzu zählen aktuell in Deutschland der Landkreis Heinsberg; international Italien, Iran, die chinesische Provinz Hubei, die südkoreanische Provinz Gyeongsangbuk-do, die französische Region Grand Est, das österreichische Bundesland Tirol, die spanische Hauptstadt Madrid und die US-Bundesstaaten Kalifornien, Washington und New York. Bitte informieren Sie sich über neu hinzukommende Verbreitungsgebiete auf der Homepage des Robert-Koch-Instituts (www.rki.de).

 

 

 

Im Fall einer kürzlichen Reise in eines der Verbreitungsgebiete, messen Sie sich auch bei Symptomfreiheit zwei Mal täglich Fieber, um eine mögliche Erkrankung auch bei mildem Verlauf zu erkennen. Kontaktieren Sie bitte Ihren Hausarzt und beachten Sie seine Hinweise.

 

Vermeiden Sie im Verdachtsfall jeglichen Kontakt mit anderen Menschen und notieren Sie sich, mit wem Sie in Verbindung waren, damit sich bei einer positiven Testung auch Ihr Umfeld einer Untersuchung und ggf. Quarantäne unterziehen kann.

 

 

 

Wo erhalte ich aktuelle Informationen?

 

Das Bundesgesundheitsministerium veröffentlicht regelmäßig Updates auf seiner Website: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/

 

Ferner hält das Robert-Koch-Institut aktuelle Meldungen und Erläuterungen bereit:

 

https://www.rki.de/

 

Auch auf den Seiten der WHO finden Sie englischsprachige Informationen:

 

https://www.who.int/

 

Der NDR veröffentlicht unter der Woche täglich einen Podcast, in dem der Virologe Christian Drosten aktuelle Entwicklungen erklärt und kommentiert:

 

https://www.ndr.de/nachrichten/info/Coronavirus-Virologe-Drosten-im-NDR-Info-Podcast,podcastcoronavirus100.html